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STELLUNGNAHMEN

Aus aktuellem Anlass weisen wir nachfolgend auf eine Stellungnahme unseres Bundesverbandes hin:

15.09.2011

DKSB begrüßt Stärkung der Prävention im Bundeskinderschutzgesetz

Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. begrüßt in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz - BKiSchG), dass in dem Gesetzentwurf die Prävention, besonders die Frühen Hilfen, gestärkt wird. Die vollständige Stellungnahme des DKSB finden Sie auf der Website unseres Bundesverbandes.




Hamburg, Dezember 2005

Stellungnahme des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Hamburg e.V.
für den Sonderausschuss der Hamburger Bürgerschaft "Vernachlässigte Kinder"

Der Sonderausschuss "Vernachlässigte Kinder" wurde von der Hamburger Bürgerschaft im Zusammenhang mit dem erschütternden Tod von Jessica eingerichtet.

Der Deutsche Kinderschutzbund, Landesverband Hamburg e.V. beschäftigt sich seit jeher mit dem Thema Kindesvernachlässigung. Viele seiner Einrichtungen (Kinderschutzzentren, Kinder- und Familienhilfezentren, Einrichtungen der Frühen Hilfen, Projekt Starke Eltern - Starke Kinder, Elterntelefon) haben spezielle Hilfekonzepte für die Hilfe und Unterstützung vernachlässigender Eltern und betroffener Kinder entwickelt.

Bundesweit sind Öffentlichkeit und Politik entsetzt über Lebensrealitäten von Kindern, die nicht für möglich gehalten werden, die jedoch in dieser extremen Form lediglich die Spitze des Eisberges darstellen. Kindesvernachlässigung prägt den Alltag unzähliger Kinder und ist die am häufigsten auftretende und am wenigsten erkannte Gefährdungsproblematik.

Kindesvernachlässigung ist die Unterlassung von lebensnotwendigen Versorgungsleistungen, durch die Kinder langfristig geschädigt werden. Ursachen, Signale und die Folgen des Mangels für betroffene Kinder sind komplex und führen in Regeleinrichtungen wie Schulen oder Kindertagesstätten zu Unsicherheiten im Erkennen von Kindesvernachlässigung. Das Hilfesystem wird häufig erst dann aktiv, wenn dramatische Handlungen wie sexuelle Gewalt oder Kindesmisshandlung zu sichtbaren Folgen führen. Praxiserfahrungen zeigen, dass Kindesvernachlässigung in vielen Fällen familiärer Gewalt die Hintergrundproblematik darstellt.

Der Hamburger Kinderschutzbund will mit dieser Stellungnahme zu einer differenzierten Betrachtung des Vernachlässigungssyndroms anregen und zu einer Weiterentwicklung von Hilfekonzepten beitragen.